Jan Kerckhoff

Unterzeichner

Statement

„Der Wissenschaftsjournalismus im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Deutschlands befindet sich schon lange in einer Krise. Seit Jahren werden die finanziellen Mittel dafür gekürzt. Tiefgehende Recherche wird nicht mehr bezahlt – der Journalist muss sie in seiner Freizeit leisten. Auch für eine anspruchsvolle Umsetzung der recherchierten Inhalte sind kaum noch Mittel vorhanden. Doch es wird weiter gekürzt. Warum ist unklar, denn die Einnahmen des größten Senderverbunds Europas sinken nicht. Die Einkommenssituation zahlreicher Wissenschafts-Journalisten ist prekär; fast niemand, der in den letzten Jahren nicht drastische Einkommenseinbußen hinnehmen musste. Entlassungen drohen. Die Angst um die Existenz macht es schwer, das Engagement für den Job aufrecht zu erhalten. Wenn jetzt noch weiter gekürzt wird, ist der unabhängige, kritische und analytische Wissenschaftsjournalismus im Fernsehen ernsthaft bedroht. Schon jetzt bietet die ARD dem Ressort Wissenschaft als regulären Sendeplatz gerade mal den Samstag Nachmittag an – das halte ich für einen Wissensstandort Deutschland nicht für angemessen!“

Jan Kerckhoff, Journalist, Autor, Regisseur